Unterstützende Maßnahmen der professionellen Zahnreinigung

Eine alle sechs Monate durchgeführte professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker sollte in unseren modernen, gesundheitsbewussten Zeiten wirklich zur Routine gehören. Aufgrund viel fortschrittlicher Zahnpflege muss heute niemand mehr unbedingt damit rechnen, bereits ab 45 oder 50 mit Vollprothese herumlaufen zu müssen, so wie das vor noch gar nicht allzu vielen Jahren gang und gäbe war.

Auch die häusliche, tägliche Zahnpflege ist viel weiter fortgeschritten. Das liegt zum Einen an weitaus besserer Aufklärung schon von Kindesbeinen an, zum Anderen am Umstand, dass die Hilfsmittel der häuslichen Zahnpflege nicht nur nach neuesten zahnmedizinischen Erkenntnissen entwickelt worden sind, sondern man sie zusammen mit Brot, Eiern und Malzbier an jedem Eckladen kaufen kann.

Viel kann der Einzelne deshalb dazu beitragen, dass die halbjährliche Sitzung zur professionellen Zahnreinigung so unkompliziert, angenehm und schnell von statten geht wie nur irgend möglich. Zahncremes mit hohem Fluoridgehalt sind heute praktisch schon Standard. Damit Zahnbeläge sich gar nicht erst verhärten können, ist mindestens dreimaliges Zähneputzen pro Tag ein „Muss“.

Wer dann noch möglichen Verfärbungen und Zahnstein vorbeugen möchte, sollte sich überlegen, ob er nicht vielleicht den Tee-, Kaffee- oder Rotweinkonsum ein wenig einschränken möchte; vor allem ist das ebenfalls viel gesünder. Mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest sehr einzuschränken, ist aus offensichtlichen Gründen auch eine gute Idee. Nikotin und Teerstoffe verfärben nicht nur das Gebiss, sondern können auch das Zahnfleisch reizen oder sogar entzünden (abgesehen vom Risiko etlicher Krebsarten und Lungenkrankheiten). Die Tatsache, dass sogenannte „Raucherzahncremes“ existieren, sollte kein Freischein sein, nach Herz und Laune weiterzupaffen.

Die Verwendung von Zahnseide, um damit schwer erreichbare Zahnzwischenräume zu säubern ist ebenfalls sehr anzuraten. Gerade in Zwischenräumen kann sich Zahnstein recht schnell bilden und auch Karies hat dort einen fantastischen Angriffspunkt.

Selbst wenn heute zig Modelle elektrischer Zahnbürsten angeboten werden, ist eigentlich die „Handbetriebene“ noch immer das allerbeste Instrument. Die bei der Anwendung ausgeführten Handbewegungen gleichen sich niemals. Im Gegensatz dazu, sind die Bewegungen einer elektrischen Bürste vorprogrammiert und wiederholen sich ständig. Das kann auf lange Sicht dem Zahnschmelz schaden. Die Borsten sollten nicht zu weich sein, weil dann die Beläge nicht gut genug entfernt („abgekratzt“) werden können. Auf der anderen Seite sollte man auch zu harte Borsten vermeiden, denn damit kann das Zahnfleisch verletzt werden, was das Eindringen von Krankheitserregern erleichtert. Eine gute Zahnspülung sorgt dann noch dafür, dass der Mundraum keimarm gehalten wird und sich dadurch Beläge langsamer nachbilden.

Wer dergestalt vorbeugt, darf der nächsten professionellen Zahnreinigung absolut gelassen entgegen sehen. Wer würde nicht stolz sein, wenn der Zahnarzt dann auch noch lobt: „Bravo, da hatte ich ja fast nichts zu tun!“